Die Milliarden-Investitionen der Mobilfunkbetreiber in die UMTS-Lizenzen scheinen langsamzu zu lohnen. Die Zahl der Nutzer der neuen Datentarife steigt unaufhörlich. Sowohl Handy- als auch Laptopbesitzer machen zunehmend Gebrauch von neuen Breitbanddiensten, wie Internet und Videotelefonie, die sich mit der UMTS-Technologie verwirklichen lassen.
Ähnlich wie im DSL-Festnetzbereich wurden die Preise bei den UMTS-Tarif-Angeboten aufgrund der steigenden Nachfrage in den letzten Jahren stark gesenkt. Der UMTS-Markt ist dabei, seinen Kinderschuhen zu entwachsen. Immer mehr Tarife werden durch die Mobilfunkanbieter angeboten. Die Preise werden weiter fallen und der Druck auf die einzelnen Anbieter wächst. Viele versuchen sich über den Preis zu etablieren um Marcktanteile zu Gewinnen.
Neue UMTS Tarif-Varianten für die Internetnutzung berücksichtigen verschiedene Nutzer-Profile und Bedürfnisse für das private und das geschäftliche Umfeld, so dass sich mittlerweile bei den großen Netzanbietern beinahe für jedes Kundenprofil der passende Tarif finden lässt. Dies kann mitunter etwas unübersichtlich für den Kunden werden.
Dabei zeigt sich, dass die Abrechnung über die zeit- oder volumenabhängige Nutzung im Mobilfunkbereich eine Renaissance erfährt, nachdem die meisten Nutzer im Festnetz-Bereich Flatrates den Vorzug geben. Eine zeit- oder volumenabhängige Nutzung hängt aber sehr stark von der tatsächlichen Nutzung von jedem selber ab. Denn bei häufiger Nutzung kann dies sehr schnell viel Geld kosten. Daher lohnt sich oftmals eine UMTS-Flatrate. Daher sind innerhalb der UMTS-Tarife die UMTS-Flatrate auf dem Vormarsch.
Anstatt Transfervolumen kauft man im Zeittarif ein Kontingent an Online-Zeit, das man innerhalb des aktuellen Abrechnungszeitraums aufbrauchen kann. Sobald darüber hinaus gehende Verbindungszeit anfällt, wird diese extra berechnet (meist teurer als der normaltarif). Vor Abschluss eines Vertrages ist es daher ratsam, sich über die Folgekosten ausreichend zu informieren um sich so vor unliebsamen Überraschungen auf der Mobilfunkrechnung zu schützen.
Einen UMTS-Tarif mit monatlich enthaltenem Transfervolumen - also einen Volumentarif - haben alle Anbieter im Programm. Falls man sich für diese Variante entscheidet, sollte man darauf achten, wie viel man für zusätzlichen Datentransfer bezahlen muss, nachdem das monatliche Inklusivpaket aufgebraucht ist. Denn eine Überschreitung des Kontingentes kann mitunter sehr teuer werden. Umgekehrt verfällt nicht aufgebrauchtes Transfervolumen in der Regel am Ende des Monats und kann nicht in den Folgemonat mitgenommen werden. Bei einem Volumentarif ist ein Datenzähler auf dem Laptop oder Handy unerlässlich. Das Datenvolumen berechnet sich aus Download und Upload. Den Upload vergessen viele Nutzer bei der Durchschnittsberechnung Ihres Verbrauches.
Anfang 2007 hat Vodafone einen mobilen Datentarif herausgebracht, bei dem das Prepaid-Prinzip zum Tragen kommt. Dieser UMTS-Tarif ist nur für Minimal-Surfer interessant. Im Gegensatz zu Volumen- oder Zeittarifen muss man beim Websessions-Tarif (von Vodafone) oder bei der web'n'walk DayFlat (von T-Mobile) keinen Laufzeitvertrag eingehen, sondern kauft sich je nach Bedarf Zeitkontingente, die man anschließend nach dem Parkuhrprinzip versurft. Solche Tarife bieten auch immer mehr Reseller an. So z.B. von BILD oder N-TV. Solch ein Tarif reicht für gelegentliches Surfen im Netz oder zum E-Mail abrufen. Eine erhöhte Nutzung kann ganz schnell ins Geld gehen.
Im Bereich des mobilen Internets ist Flatrate nicht gleich Flatrate, denn auf dem Markt werden zwei unterschiedliche UMTS-Flatrate-Varianten angeboten: eine "echte" Flatrate und eine so genannte "Fair-Flat". Eine "Fair-Flat" ist am weitesten verbreitet unter den Mobilfunkanbietern. Im Gegensatz zur echten Flatrate ist die Internetnutzung bei der Fair-Flat nicht unbegrenzt. Versurft man innerhalb eines Monats ein bestimmtes Datenvolumen, so wird für den Rest des Monats die Surfgeschwindigkeit auf GPRS-Niveau reduziert. So gibt es viele unterschiedliche Fair-Flat-Datenvolumen. So z.B. 1Gb, 2.Gb, 5.Gb oder gar 10.Gb. Daher bei der Auswahl des Tarifes nicht nur auf den Preis achten! Das Kleingedruckte muß immer mitgelesen werden. Dort steht auch mit welchen maximal Geschwindigkeiten die einzelnen Anbieter arbeiten.