Den DSL-Provider können Sie frei wählen und sich somit den günstigsten aussuchen. Wenn Sie den DSL-Anschluss einzeln beauftragen, wird meist ein Telefonanschluss von der Telekom vorausgesetzt.
Günstiger wird es aber, wenn Sie auch mit dem Telefonanschluss zum DSL-Anbieter wechseln, denn dann können Sie von den verschiedenen Paketangeboten profitieren. Meist ist dann auch gleich eine Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz mit dabei, so dass Sie Ihre monatlichen Kosten deutlich senken können, wenn Sie zu den Vieltelefonierern gehören.
Egal, welche Bandbreite Sie wählen, es gibt kaum noch einen Tarif, der nicht bereits eine Flatrate beinhaltet. Dieses Abrechnungsmodell hat sich am Markt durchgesetzt und ist für Sie als Kunden sehr vorteilhaft: Sie können so lange surfen wie Sie wollen und beliebig viele Dateien runterladen, zahlen aber immer den gleichen Preis.
Falls Sie doch einmal einen Tarif finden sollten, der nach Zeit oder Datenvolumen abgerechnet wird, sollten Sie diesen nur dann wählen, wenn Sie nur selten surfen bzw. nur wenige Dateien aus dem Netz runterladen. Ansonsten kann solch ein überholtes Abrechnungsmodell schnell zur Kostenfalle werden.
Es gibt kaum einen Tarif, der nicht eine Mindestvertragslaufzeit vorsieht. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie die nächsten Jahre in Ihrer jetzigen Wohnung bleiben werden, sollten Sie sich daher nicht für einen Vertrag mit sehr langer Mindestvertragslaufzeit entscheiden. Es gibt auch DSL-Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit, allerdings sind hier die monatlichen Gebühren etwas höher.
Als Hardware benötigen Sie zumindest einen Splitter und ein DSL-Modem. Der Splitter trennt das Telefon- vom DSL-Signal wird direkt an die Teilnehmeranschlussdose angeschlossen. Mit ihm werden dann das Telefon und das DSL-Modem verbunden. Wenn Sie mehr als einen PC mit DSL versorgen möchten, benötigen Sie zusätzlich einen Router bzw. ein Kombigerät, dass DSL-Modem und Router in sich vereint.
Den Splitter und das DSL-Modem bekommen Sie in der Regel kostenlos von Ihrem DSL-Provider. Meist besteht bei der Beauftragung des DSL-Anschlusses auch die Möglichkeit, weitere Hardware zu günstigen Preisen mitzubestellen.
Leider ist DSL nicht überall und in jedem Fall verfügbar. Zum einen müssen bei der Vermittlungsstelle freie DSL-Ports zur Verfügung stehen und zum anderen darf die Entfernung zwischen dem Hausanschluss und der Vermittlungsstelle nicht zu groß sein. Ob DSL mit der gewünschten Geschwindigkeit an Ihrem Wohnort bereitgestellt werden kann, können Sie leicht über den Verfügbarkeitscheck auf der Webseite des jeweiligen DSL-Providers überprüfen.
Egal, ob Sie einen analogen oder ISDN-Anschluss besitzen, DSL können Sie mit beiden Anschlussvarianten nutzen. Die DSL-Übertragungstechnik nutzt die bestehenden Kupfer-Doppeladern, so dass auch keine Leitungsverlegung erforderlich ist und so der DSL-Anschluss ohne größeren Aufwand bereitgestellt werden kann. Lediglich die notwendige DSL-Hardware (Splitter, Modem und gegebenenfalls ein Router) muss installiert werden.
Etwas anders sieht es in den neuen Bundesländern aus. Hier wurde nach der Wende das veraltete DDR-Telefonnetz aufwändig mit Glasfasertechnik modernisiert. Was eigentlich ein Fortschritt sein sollte, hat heute zur Folge, dass viele Haushalte aufgrund des hohen technischen Aufwandes und den damit verbundenen Kosten nicht mit DSL versorgt werden können. Es werden aber neue Verfahren entwickelt, um künftig auch in Glasfasernetzen kostengünstige Breitbandanschlüsse zur Verfügung stellen zu können.
Der Markt ist ständig in Bewegung und es gibt laufend neue DSL-Angebote. Es kann sich daher lohnen, sich auch bei einem bereits vorhandenen DSL-Anschluss über die angebotenen Tarife zu informieren und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln. Neukunden zahlen zudem in den ersten Monaten oft eine ermäßigte Grundgebühr und können bei der Anschlussbeauftragung sehr günstige Hardware mitbestellen.
Damit der Wechsel des Providers reibungslos klappt, sollten Sie Ihren alten Vertrag rechtzeitig kündigen. Meist müssen Sie Ihre Kündigung schon einige Monate vor Ende der Vertragslaufzeit, am besten per Einschreiben, abschicken. Oftmals bietet aber auch der neue Provider an, die Kündigung des alten Vertrages für Sie zu übernehmen. Kündigen Sie Ihren alten Vertrag auf jeden Fall nicht überstützt, sondern informieren Sie sich zunächst mit Hilfe der Online-Verfügbarkeitsprüfung, ob der neue Anbieter den gewünschten Anschluss überhaupt bei Ihnen vor Ort bereitstellen kann.
Wenn Sie sehr kurzfristig Ihren alten Vertrag kündigen, kann es sein, dass der neue Anbieter DSL nicht zum gewünschten Termin zur Verfügung stellen kann. Das liegt daran, dass der bisherige Anbieter zunächst den DSL-Port des Telefonanschlusses freigeben muss. Erst danach kann der neue Anbieter den Port belegen und den Anschluss freischalten. Kündigen Sie daher rechtzeitig und legen Sie am besten dem neuen Anbieter eine Kündigungsbestätigung des alten Anbieters vor.
DSL steht für "Digital Subscriber Line", auf Deutsch "Digitaler Teilnehmeranschluss". Für die Übertragung der Internetdaten wird die Kupfer-Doppelader des bestehenden Telefonanschlusses genutzt. Eine Verlegung von neuen Kabeln ist daher nicht erforderlich.
Internet über DSL ist wesentlich schneller als über eine Modem- oder ISDN-Verbindung. Selbst der langsamste DSL-Anschluss mit 1 MBit/s ist 17-mal schneller als ein Internetanschluss über ein Analogmodem. Bei den heutigen aufwändigen Webseiten mit vielen Animationen und Videos ist daher ein DSL-Anschluss Grundvoraussetzung für komfortables Surfen ohne lange Ladezeiten. Gerade dann, wenn Sie viele größere Dateien aus dem Netz laden und Online-TV oder Video-on-Demand nutzen möchten, sollten Sie auf einen DSL-Anschluss mit hoher Bandbreite Wert legen. Mittlerweile werden schon Anschlüsse mit Bandbreiten von bis zu 50 MBit/s angeboten.