Der Gasmarkt ist wie der Strommarkt seit einigen Jahren geöffnet. So können auch kleinere und regionale Unternehmen ihre Dienstleistungen und Produkte dem Verbraucher anbieten. Von der Vielzahl der Unternehmen profitieren die Kunden enorm. Durch die Liberalisierung des Gasmarktes entstand mehr Wettbewerb, da die Konkurrenz sehr groß ist. Vebraucher können so den für sich günstigsten Gasanbieter wählen.
Bei einem Gaswechsel gibt es einiges zu beachten. Der Preis alleine reicht als Entscheidungskriterium nicht aus. So sollte der interessierte Verbraucher erst die Preise mittel unseren kostenlosen Gasrechner vergleichen. Nach Eingabe der Postleitzahl und des Verbrauches werden alle verfügbaren Angebote übersichtlich dargestellt. Der günstigste Anbieter steht dabei an erster stelle. Doch nur der Preis ist nicht entscheidend. Ein sehr günstiger Gasanbieter ist nicht immer der individuell passende Anbieter. So kann es passieren, dass der preis sehr günstig ist, aber zum beispiel der Service sehr schlecht ist. Also auf mehr als nur den Preis bei einem Gasvergleich achten.
Die anderen Vertragsoptionen sollten genau geprüft werden. So ist zum beispiel die Mindestvertragslaufzeit sehr wichtig. Denn innerhalb dieser Zeit kann der vertrag nicht ohne weiteres gekündigt werden. Dafür wird ein Sonderkündigungsrecht, zum Beispiel wegen einer Preiserhöhung, benötigt. Aus diesem Grund sollte die Mindestvertragslaufzeit so kurz wie möglich ausfallen. Die laufzeiten können stark zwischen 4 Wochen bis zu 2 Jahren schwanken.
Weiterhin wichtig für einen vertragsabschluss ist die Kündigungsfrist. Günstigere Gastarife können aufgrund einer langen Kündigungsfrist in in Anspruch genommen werden. Einige Anbieter biten dafür aber auch nur 4 Wochen Kündigungsfrist. Bei einer dreimonatigen Kündigungsfrist, kann der günstige Preis eines neuen Anbieters längst der Vergangenheit angehören. Daher auf jeden Fall die Kündigungsfrist und Mindesvertragslaufzeit so gering wie möglich wählen.
Als Kunde sollte auch auf die Preisgarantie bzw. Preisfixierung geachtet werden. Diese Garantien unterscheiden sich in der Art der Kosten. Die Preisgarantie betrifft den Gesamtpreis (inkl. Steuern und Abgaben) und der Gasanbieter garantiert dafür, dass der Preis nicht erhöht wird. Die Preisfixierung bezieht sich hingegen nur auf den Energiekostenanteil. Wenn also Steuern oder Abgaben erhöht werden, muss der Kunde die Kosten selber tragen und hat somit kein Sonderkündigungsrecht. Aus deisem Grund sollte auf eine lange Preisgarantie geachtet werden.
Vermeiden sollte der Verbraucher Tarife, welche eine Voarauskasse verlangen. Wenn der Verbrauch weniger ist, als der vorher vereinbarte, bekommt der Verbraucher kein Geld zurück. Wenn der Verbrauch aber höher als verinbart sein sollte, kommt es oft zu einer teuren Nachzahlung. Auch bei einer Insolvenz des Anbieters ist das voarausgezahlte Geld in den meisten Fällen verloren.
Seit einigen Jahren haben in Deutschland auch Gasabnehmer die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, von welchem Unternehmen sie mit Gas beliefert werden wollen. Die Öffnung des Gasmarktes für freie Anbieter ist zwar nicht so einfach und unkompliziert, wie die des Strommarktes, aber die Liefermöglichkeiten aller Anbieter werden laufend besser ausgebaut, so dass alle Gaskunden in Deutschland von Jahr zu Jahr eine größere Auswahl an Gasanbietern in ihrer Region finden.
Ein wichtiges Kriterium, das immer berücksichtigt werden muss, ist die Laufzeit eines Gasbelieferungs-Vertrages und die Frage, ob der angegebene Gaspreis über die gesamte Vertragslaufzeit zugesichert wird. Die Auswahl einer längeren Laufzeit lohnt sich nur, wenn der Gaspreis des Anbieters deutlich niedriger ist, als der anderer Anbieter und natürlich für die gesamte Laufzeit garantiert wird. Dabei ist zusätzlich der Trend der Gaspreise zu berücksichtigen. Sagen Fachleute sinkende Gaspreise voraus, dann wäre es nicht sinnvoll, eine langfristige vertragliche Bindung einzugehen. Die Kündigungsfrist, die mit dem neuenGasbelieferungs-Vertrag einher geht, ist ebenfalls nicht ohne Belang. Nur ein Vertrag mit einer kurzen Kündigungsfrist ermöglicht einen schnellen Wechsel zu einem günstigeren Tarif, wenn die allgemeinen Gaspreise sinken. Nicht jeder Anbieter gibt eine Senkung des Weltmarktpreises unverzüglich an seine Kunden weiter. Daher sollte auch die Preispolitik des jeweiligen Anbieters beachtet werden.
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